Vernebelte Weiten

Vernebelte Weiten

Foto by www.nicolaodemann.com
Oft sehen wir die Spitze des Berges nicht, den wir gerade besteigen. Manchmal sehen wir nicht mal mehr den Weg, der hinter uns liegt. Wir erfahren uns nur auf diesem ganz kleinen Teil, auf dem wir jetzt im Moment stehen. Ein winzig kleiner Ausschnitt, der für uns in diesem Moment die ganze Welt bedeutet. Wir erfahren uns im nebligen Dickicht aus Schichten feinster Projektionen und Glaubenssätzen. Manchmal ist der Nebel so dicht, dass selbst unsere eigene Hand darin versinkt. So drehen wir uns um unser selbst, in der Überzeugung, dass der Nebel eine unüberwindbare Mauer darstellt.

Und wenn auch nur ein winzig kleiner Sonnenstrahl erkennen lässt, dass der Nebel nur eine Masse aus transparenten verdampften Wassermolekülen ist, sind wir erstaunt, wie leicht es ist, durch ihn hindurchzuschreiten. Und sind überwältigt von der Weite, die uns aufeinmal entgegenblickt. Und inmitten der Weite türmt sich auf einmal der Berg auf, auf dem wir stehen – und blickt uns entgegen, in seinem majestätischen Antlitz.

Beide Momente können wir gleichermaßen in Angst und Starre als auch in vollkommener Annahme und Zufriedenheit erfahren. Wir können den Nebel als sicheres Nest erfahren, in den wir uns wonnig eingebettet fühlen. Wir können uns von ihm tragen lassen und uns von seinen Streicheleinheiten verwöhnen lassen. Uns darüber freuen, dass wir nicht das komplette Feld überblicken müssen und ihm Vertrauen schenken, dass er immer das Richtige im richtigen Moment für uns lichtet.

Oder wir können in Panik verfallen, dass wir nicht alles überblicken, was vor und hinter uns liegt. Wir können uns in der Angst schwelgen im eigenen nebligen Sumpf zu ertrinken. Wir können panisch nach Schlupflöchern suchen. Und schockiert feststellen, dass der Nebel niemals still ist, dass er stets weiterzieht, immer wieder eine andere Stelle verdeckt und aufdeckt.

Genauso können wir den Blick der unendlichen Weite genießen. Kein Wölkchen weit und breit. Unerschöpfliche Weiten. Unerschöpfliche Freiheit. Kein Hindernis wohin das Auge reicht. Wir ergötzen uns an der Unendlichkeit. Und genießen die Erfurcht vor diesem machtvollen Gebirge, welches sich da vor uns auftürmt. Genießen unser eigenes unbedeutsames Kleinsein. Und genießen, dass die Natur diese Unbedeutsamkeit einfach so hinnimmt. Dass sie nicht wertet, wer seiner Existenz mehr Individualität und Einzigartigkeit eingetrichtert hat. Dies können wir voll und ganz genießen.

Oder wir können erschrecken, vor dieser unüberwindbaren Macht, die der Berg und das ganze Universum ausstrahlt. Wir können Angst haben im Gedanken daran, wie hart und leidvoll die Bergbesteigung sein wird. Wir können in der Angst verfallen, dass das Universum unvorhersagbar ist und wir dessen Launen verfallen sind und feststellen müssen, dass wir keine Kontrolle darüber haben. Wir können panisch nach (Nebel)höhlen suchen, in denen wir uns verkriechen können um die unerschöpflichen Weiten, und die Gefahren, die sie bergen, nicht sehen zu müssen.

Ich befinde mich derzeit immer wieder im Wechsel dieser Perspektiven. Es ist unglaublich spannend mich darin zu beobachten. Und auch zu beobachten, dass es mir manchmal unmöglich erscheint, meine Perspektive zu ändern. Dass ich manchmal irgendwelchen höheren Mächten ausgesetzt zu sein scheine – oder schlichtweg irgendetwas in mir es gerade für wichtig empfindet, in genau dieser Perspektive zu verharren. Manchmal ist es anstrengend. Manchmal ist es schön. Und immer wieder faszinierend, wie schnell sich die Perspektive wandeln kann. Ein einziges Wort, eine einzige Umarmung, ein guter Kaffee, ein Bild, ein Tautropfen auf einer verwelkten Blüte, ein Schrei, ein Moment des Fallens, eine Änderung der Körperhaltung.

Entscheidungen werden immer kollektiv gefällt. Denn wir sind nie unabhängig.

Vom Sinn und Unsinn des Humors

Spätestens seit meinem Kinobesuch im neuen Joker ist mir dieser Text ein großes Anliegen. Gleichzeitig sind da Wiederstände. Wiederstände, die aus der Angst produziert sind, dass das Ausformulieren dieser Gedanken noch einige neue Schattenseiten meines eigenen Humors aufzeigen wird. Na dann mal ran an den Speck.

Humor ist ein großartiges Werkzeug. Wir können durch Humor sehr schnell Verbundenheit zu anderen Menschen herstellen. Lachen verbindet. Wir können uns aus unserem eigenen alltäglichen Drama rausholen, indem wir über uns selbst lachen. Über unsere Schusseligkeit, unsere übertriebene Ängstlichkeit, die uns daran hindert neue bereichernde Erfahrungen zu machen.
Humor kann oft ein Schlüssel zu unserer Kreativität sein, denn er „zwingt“ uns, aus unserem starren Leidwesen herauszutreten und wieder beweglich zu werden. Die neugewonnene Beweglichkeit ist nicht zuletzt der besonderen Atmung geschuldet, die wir während des Lachens einnehmen.
Beim Ausatmen werden mehrere kleine Stöße ausgeführt, die zügig hintereinander folgen. Eingeatmet wird in einem tiefen und etwas schnelleren Zug, diese Bewegung ist meist kontinuierlich. (Quelle: www.paradisi.de).
Wenn wir davor, wie es die meisten zivilisierten Menschen im Alltag tun, sehr flach geatmet haben, versorgt uns diese Atmung mit neuem Sauerstoff und macht uns wacher.
Diese positive Beeinflussung der Atmung ist laut…….gesundheitsfördernd. Viele verbreitete Beschwerden können dabei günstig beeinflusst werden. Die oberen Luftwege werden, ähnlich wie beim Husten, von störenden Sekreten befreit. Der Gasaustausch wird erhöht, so dass unter anderem die Ausscheidung von Cholesterin gefördert wird. (Quelle: www.tamala-center.de).

Kann Humor krank sein?

Arthur, alias Joker, leidet unter einer Lachkrankheit, was im Medizinischen auch als pathologisches Lachen oder Affektinkontinenz bezeichnet wird. Das bedeutet, dass er buchstäblich Lachen MUSS, also sein Lachen nicht unter Kontrolle hat. Besonders in Situationen, in denen das Lachen – zumindest gesellschaftlich gesehen – nicht angemessen ist, tritt dieses zwanghafte Lachen ein. Für einen Außenstehenden kann dieses Lachen dann auch schnell psychopathisch wirken. Im Film war für mich kennzeichnend, dass er immer in Situationen in dieses zwanghafte Lachen kam, in denen in meiner Wahrnehmung eine große unterschwellige Panik in ihm auftrat.
Diese Panik war für mich deshalb so offensichtlich, da unter diesem hönischen Lachen sehr deutlich etwas anderes durchschien, das ich als Panik bezeichnen würde.
Wieso aber konnte der Protagonist nicht anders mit seiner Panik umgehen, als in dieses krankhafte Lachen zu gehen? Eine klare Antwort auf diese Frage gibt es nicht, jedoch einige interessante Thesen, darunter auch eine rein medizinische These:

Lachen ist Medizin

Lacht man in stressigen Situationen (worunter auch Panik gehört), verlangsamt man den Ausstoß von Adrenalin. Die Muskeln entspannen sich – man sagt, dass eine Minute Lachen einem 45-minütigen Entspannungstraining gleicht. (Quelle: www.paradisi.de).
Der Neurologe Fry (1989,1993) stellte in kontrollierten Untersuchungen fest, dass nach einem ausgiebigen Lachen die körpereigene Hormonproduktion zum einen gesteigert wird und zum anderen die Zirkulation gewisser Immunsubstanzen für Stunden erhöht ist. Herzhaftes Lachen übt auf das neurovegetative System eine Schockwirkung aus, die das gesamte Herz-Kreislauf-System aktiviert. Zunächst kommt es zu einer Beschleunigung des Herzschlages. Daran schließt sich eine längere Phase der Entspannung an, die unter der Dominanz des Parasympathicus steht: Der Herzrhythmus verlangsamt sich und der Blutdruck wird gesenkt. Walsh hatte schon im Jahre 1928 angenommen, dass die Widerstandskraft des Organismus gegen Krankheit sich erhöht, wenn ein Mensch häufig und regelmäßig lacht. (Quelle: www.tamala-center.de). Im späteren Verlauf des Films erfahren wir, dass Arthur schon als kleines Kind großer Gewalt ausgesetzt war. Sein Organismus sah das Lachen und seine damit verbundenen beruhigenden Effekte wohl als den besten Überlebensmechanismus. Arthurs Körper benutzte also das Lachen nicht nur (oder eben nie) für den eigentlichen Zweck, also um Freude und Belustigung auszudrücken, sondern um Stress abzubauen.  

Die These aus einer eher systemischen Sicht wäre diese:
Wie bereits oben erwähnt, war das Lachen für Arthur eine Überlebensstrategie. Nicht zuletzt übte seine Mutter, die stark psychopathisch war, großen Einfluss auf die Entwicklung dieser Strategie aus. Sie nannte ihren Sohn nie „Arthur“, sondern „Happy“ und sagte ihm seit seiner Kindheit: „Du wurdest geboren um Freude und Glück in die Welt zu bringen.“  Sie, die hoch manipulativ war, sprach damit unterschwellig also ein Verbot für alle anderen Gefühlslagen aus. So versuchte Arthur seinen Schmerz, dem er vor allem durch seine Mutter ausgesetzt war, stets zu unterdrücken und ihn durch Lachen zu ersetzen – aus Liebe zur Mutter – und auch der Angst, sie zu verlieren, wenn er ihr nicht gehorsam ist. Diese Mischung aus Liebe und Verlustangst nennt man im Systemischen „Bindungsliebe“. Ein systemischer Satz könnte lauten: „Liebe Mama, damit es dir nicht schlecht geht (und du für mich da sein kannst), lache ich für dich statt zu weinen.“

Die Mutter übt durch ihre psychische Krankheit sehr große Dominanz aus und – soweit meine Vermutung – Arthur hat als Kind fast keine Chance, SICH SELBT im Spiegel der Mutter zu erfahren. Er erhält keinen Raum, seine eigene Identität zu entfalten, sondern ist dauernd darum bemüht, dass es der Mutter gut geht. Mit der Zeit lernt er, welche Rollen er spielen muss, damit die Mutter zufrieden ist.

Schau-spiel als Leugnung der Unsicherheit

Im Kartenspiel wird der Joker meist als „wilde Karte“ eingesetzt, also als Ersatz für eine beliebige Karte. So mimt auch Arthur im Film den Joker bis zur Perfektion. Er ist ein Wandlungskünstler, dabei besitzt er selbst keine klare Identität. Dieser Verzweiflung obliegt er ununterbrochen und versucht ihr zu entfliehen, indem er sich immer wieder andere Rolle so sehr zu eigen macht, dass er denkt, diese Rolle wäre er selbst. Als letzten Ausweg aus dieser Verzweiflung nimmt er den Weg der Gewalt und Mordlust.

Ich denke, dass wir alle die Gestalt des Jokers in uns kennen. Dass jeder von uns viele Rollen im Petto hat. Hat eine Rolle mal versagt, sind wir Meister darin, uns eine neue Rolle auszudenken, dann von der neu errungenen Pseudo-Stabilität kurz ergriffen sind, doch darunter immer einen Boden der Einsamkeit und Unsicherheit spüren. Jede Rolle ist eben flüchtig, da jeder Moment flüchtig ist. Sicherheit ist eine Illusion. Wir möchten das nicht akzeptieren, möchten der Fata Morgana der Sicherheit hinterherrennen, erschaffen immer wieder neue Sicherheitsformate. So geht mit diesem Teufelskreis auch ein Drang zur Rebellion einher, der sowohl autoaggressiv, als auch nach außen wirken kann. Da wir durch das Ausüben von Gewalt unsere eigene Pseudo-Macht besonders gut spüren, unterliegen wir dieser Gewalt oftmals als letzte verzweifelte Instanz, die ständige Unsicherheit zu verheimlichen. So obliegt auch Arthur im Film sehr stark dieser Verzweiflung, bis zuletzt. Egal ob er am Anfang von allen als Opfer gesehen wird, oder am Ende von der Menge gefeiert wird, der einsame Kampf um eine Identität besteht bis zuletzt.
Doch so sehr die rebellierende Verzweiflung bei Arthur Bestand hat – so sehr drückt seine „I don’t give a fuck“ Mentalität und sein höhnisches Lachen auch seine Belustigung über die Absurditäten der Gesellschaft aus. Es scheint, als würde er erkennen, dass viele gesellschaftliche Werte einfach schlichtweg heuchlerisch und psychisch gewaltvoll sind.

Gibt es eine Identität?

Als Arthur erfährt, dass durch die Kürzung der staatlichen Sozialhilfeleistungen seine Psychotherapie nicht weitergeführt werden kann, sagt er zu seiner Therapeutin: „For my whole life, I didn‘t know if I even existed“, also „Mein ganzes Leben lang wusste ich nicht, ob ich überhaupt existierte.“ Auch wenn in diesem Satz die Trauer über die hoffnungslose Suche seiner eigenen Identität steckt, drückt sie eine große Erkenntnis aus, nämlich, dass so etwas wie eine feste Identität eigentlich gar nicht existiert. Der Psychologe Heik Portele schreibt in einem Text über die Gestalttherapie: „Da ist nicht ein Etwas, das sich verändert, ein Kern-Selbst oder was immer, das Selbst ist Veränderung, das Selbst hat keine Substanz, nichts, woran man sich halten kann, es ist ein Nicht-Selbst. Das ist sehr unangenehm. Wir hätten so gern ein Selbst, etwas, dass das Vergehen übersteht. Deshalb bilden wir einen Charakter aus, das sind unsere Gewohnheiten. Diese Gewohnheiten beherrschen uns dann, üben Zwang aus, lassen uns erstarren. Wir verarmen dann uns und die Welt, in dem wir auf das immer wieder Neue und den Reichtum jeder Situation starr und stereotyp mit einer Gewohnheit antworten.“
Ich möchte mit diesem Text das blutrünstige Handeln von Joker keineswegs glorifizieren. Nein, es ist für mich nichts anderes als ein weiterer verzweifelter Weg, sich selbst eine bedeutungsvolle Identität zu geben. Und gerade aus dieser Überzeugung kann ich meinem derzeitigen Glaubenssatz nicht entfliehen, dass die Zumutung unserer eigenen Absurdität uns aus vielen krankhaften Zuständen herausholen kann – und damit auch viele zwanghafte Übergriffshandlungen vermeiden kann.

Wir frieren

Denn da ist die Furcht vor der Abnormalität, vor der Krankheit. Nein, wir fürchten uns nicht nur davor, wir sind eigentlich der Überzeugung, dass wir krank sind – und wollen es gleichzeitig nicht sein. Deshalb rennen wir zu Ärzten, Psychologen, Kurse alternativer Heilmethoden gibt es wie Sand am Meer. Wir meditieren, wir prokrastinieren, wir konsumieren, wir masturbieren durch den Konsum unseres kranken Ichs. Und wir frieren. Wir frieren ununterbrochen. Wir versuchen uns am Trunk der schnellen Exstase zu wärmen, statt uns zu entspannen, zusammen mit unserer Furcht. Die is‘ halt einfach da, genauso wie dein linker Arm und dein rechtes Ohr.

Humor ist die Befreiung aus unserem starren Körper

Über diesen melancholisch-dramatischen Teufelskreis zu lachen, ist für mich derzeit das Genügsamste, was ich tun kann. Darunter ist halt auch die Verzweiflung über den Zustand, meinen Zustand, der sich immer wieder der Illusion der Krankheit hingibt. Dem Spiegel meiner eigenen Krankheit Grimassen zu schneiden, aus ihm heraus höhnisch zu lachen, wölfisch zu jaulen und grunzend zu schreien ist für mich ein Entkommen aus meinem starren Körper.
Wenn ich an manchen Abenden in meiner depressiven Gestalt zu versumpfen drohe, dann äffe ich mich manchmal nach. „Ach, sind wir heute wieder depressiv!“, „Jaaaa, oh jaaaah, es ist so schön, soooo genüsslich, diese Depression. Sich einfach gehen lassen, alles stehen zu lassen, komplett der Illusion verfallen sein, dass man nicht (mehr) kann. Hmmmm herrlich. Und dieses bodenlose Leiden. Jahrelang einstudiert, bis zur Perfektion.“
So oder so ähnlich sehen dann meine Selbstgespräche aus. Schnell werde ich dann wieder beweglicher, flüssiger, erhalte wieder einen klareren Blick auf die Dinge.
De-pression bedeutet nichts anderes als Runterdrücken. Wir drücken etwas, das eigentlich erlebt werden möchte, wieder runter. Aus welchen Gründen auch immer. Die sind sehr variabel.

Diese Gewohnheit des depressiven Aktes zu durchbrechen ist nicht leicht. Es fühlt sich halt auch so gemütlich da drin an. Humor ist da ein echtes Wunderwerk. Ein Teufelszeug im wahrsten Sinne. So ertappe ich mich manchmal, dass ich richtig Schiss hab, über mich selbst zu lachen – weil dann ganz schön viel Drama auffliegen würde und ich mich nicht mehr in meiner depressiven Ekstase wälzen könnte.

Was also ist dann der Unsinn von Humor?

Wo wird Humor hinderlich? Nämlich dann, wenn wir ihn dazu benutzen, etwas runterzudrücken. Dann wird er zum Werkzeug für die Depression. Faszinierend, nicht?
Arthur benutzte ihn ja auch irgendwann, um seinen Schmerz nicht fühlen zu müssen.

Wenn ich nämlich an genau diesen depressiven Abenden meine Selbstironie bis zum Äußersten treibe, dann kommt auch ganz schnell der Schmerz, der darunter liegt. Schmerz, der sich alt und verklebt anfühlt. Der wahrscheinlich ein kindlicher Schmerz ist. Wenn ich dies dann wieder belache, meinen Schmerz in Sarkasmus packe, dann beschäme ich mich selbst. So zumindest fühlt es sich an.
Und Joker, der lacht und lacht und lacht und lacht – und darunter weint und weint und weint und weint. Er ist ein hilfloser misshandelter kleiner Junge gefangen im Körper eines 40-jährigen Mannes.

Humor neu lernen

Gott hat uns Humor, wie alle anderen Emotionen auch, als Verbindungsinstrument zu unserem höheren Selbst geschenkt. Es ist oft traurig zu sehen, wie Humor in der Gesellschaft verschwendet und zweckentfremdet wird. Indem wir nur der Etikette wegen lachen, obwohl wir etwas eigentlich gerade langweilig finden. Indem wir lachen um unsere eigene Unsicherheit zu verdecken. Indem wir lachen um Aufmerksamkeit zu erregen. Indem wir Menschen (auch uns selbst) auslachen und beschämen. Und indem wir Humor schließlich nicht mehr in seiner Reinheit wahrnehmen und verlernen, dieses herrliche Instrument zu spielen.