Gestalttherapie

Wenn ich hier so sitze und überlege, wie ich denn am besten Gestalttherapie beschreiben könnte, so wundert es nicht, dass es mir schwer fällt.

Der Gestalttherapeut und ehemaliger Mönch Bruno-Paul de Roeck schreibt es ganz treffend: „Alles, was in Therapie, Psychotherapie, Gestalttherapie oder kurz Gestalt passiert, kann man nicht erfahren, indem man darüber liest. Der Leser wird etwas ÜBER Gestalt erfahren. Gut möglich, dass er angerührt ist, vielleicht neugierig wird oder misstrauisch. Nur hat das dann mit Gestalt nichts zu tun. Niemand kann von einem informativen Eindruck her beurteilen oder erfühlen, was das ist, was wirklich passiert.“

Nun, wie könnte man über das Wesen der Gestalttherapie informieren?
Gestalt existiert immer und überall. Mal ist sie wütend, mal freudig und mal verwirrt. Man könnte auch sagen, die Gestalt oder DEINE Gestalt ist das, was du jetzt im gegenwärtigen Moment bist. So beginnen wir also die Reise. Und so erleben wir sie und beenden sie.
Die Gestalttherapie ist keineswegs eine buddhistische Leere, auch wenn sie viele Wesenszüge davon hat. Als Therapieform ist sie eine Form der humanistischen Psychologie. Sie kommt mit sehr simplem, jedoch dadurch umso kraftvollerem Handwerkszeug daher. Wir lernen auf verschiedenen Wahrnehmungsebenen zu spüren, das Kognitive mit dem Emotionalen sprechen zu lassen. Klient und Therapeut begegnen sich als Menschen, sind beide persönlich da. Es entsteht ein Resonanzraum. Der Therapeut ist keine leere Projektionsfläche, sondern reagiert mit seinem Wesen. Das tut er in einer Art und Weise, die dem Prozess des Klienten dienlich ist und ihn dazu bringt, Entscheidungen eigenständig zu treffen und dadurch zu einem selbstermächtigenden, lebendigen Menschen zu werden.


„Paper people become real people“

…sagt Fritz Perls, einer der Begründer der Gestalttherapie, ganz treffend.

Meine gestalttherapeutische Handschrift


Meine Handschrift der Gestalttherapie kann manchmal sehr konfrontativ sein, manchmal fein und subtil. Dabei immer mit der nötigen Achtsamkeit. Ich unterstütze dich dabei, dich selbst aus deinem Musterkorsett zu befreien, so dass du wieder frei atmen kannst – und das bedarf je nach Schnürung mal ganz sanfte, mal kräftig öffnende Bewegungen.
Sehr gerne arbeite ich auch in einer Einzelsitzung mit dem Körper, der Stimme und auch mal Formen aus dem Butoh und allgemein der theatertherapeutischen Herangehensweise.

Gestalttherapeutische Einzelsitzung
bis März 2020: 30 Euro, danach 60 Euro für 60 min

Butoh-basierte gestalttherapeutische Einzelsitzung
80 Euro 60 min