Alles in (der) Ordnung?

Die drei systemischen Grunddynamiken Ordnung | Bindung | Ausgleich von Geben und Nehmen

Du wünschst dir einen anderen Job, mehr Geld, einen Partner, vielleicht sind es auch nur „kleine“ Dinge im Leben, die du dir wortwörtlich in einer anderen Ordnung vorstellst.


Da die oben benannten Themen für viele ziemlich groß sind, möchte ich dir den systemischen Blick darauf anhand eines anderen Beispiels erklären: Du spürst, dass dieses eine Projekt eigentlich zu viel ist, eigentlich nicht passt, aber aus Angst, dann weniger Geld/Aufmerksamkeit/Kontakte etc zu haben, wurschtelst du dich irgendwie durch. Was würde anstelle dieses Projektes stehen? Wie würde dieser Platz gefüllt werden? Mit mehr Zeit für Self-care, Kreativität, Tanz, Musik, Lust, Sex, Träumen, mehr Geld? Oder mit Grübelei, Armut, Versagensangst? So genau weiß man’s vorher nicht.

Oder doch?

Jedes System baut sich aus 3 Grunddynamiken auf: Ordnung | Bindung | Ausgleich von Geben und Nehmen. Wenn wir uns selbst Vertrauen, dann wissen wir, wir haben ein millimetergenaues Gefühl dafür, ob etwas in unserem Leben am richtigen Platz ist oder nicht. Egal ob es nun der Partner ist, ein berufliches Projekt, oder ein innerer Anteil. Wieso also haben wir Angst davor, alles an seinen richtigen Platz zu bringen? Hier kommt die Dynamik der Bindung ins Spiel. Aus frühkindlichen Verlustängsten – Bindungstraumata wird an manchen Stellen im Leben die Angst vor Verlust so übermächtig, dass das Gefühl darunter fast dem Sterben gleicht. Dieses Gefühl kann auch aufkommen, wenn wir uns voll und ganz auf jemanden oder etwas einlassen wollen. Je mehr wir uns dem nähern, desto größer wird die Verlustangst.

Wie schwingts?

Das dritte Gesetz, Ausgleich zwischen Geben und Nehmen, ist ebenso von elementarer Bedeutung. Es kann jedoch nicht einsetzen, wenn die zwei ersten Grunddynamiken nicht stimmig sind. Wenn etwas eh nicht in seiner Ordnung ist, kann da auch kein Austausch stattfinden. Wenn du ständig Angst hast, verlassen zu werden (= Bindungsdynamik), wirst du aus dieser Angst heraus in Beziehungen womöglich ständig zum Retter. Du gibst und gibst und gibst, um den anderen an dich zu binden. Auch das Gegenteil kann der Fall sein: Du lässt dich auf nix ein, bist aus Prinzip erstmal skeptisch, wenn dir jemand was gibt, weil da doch eh immer was Egoistisches dahintersteckt.
Wenn etwas ausgeglichen „schwingt“, dann spürst du das. Dann gibt es da kein Grübeln, ob du nun deinem Partner was zurückschenken musst, weil er dir einen Strauß Blumen mitgebracht hast oder ständig das Bad putzt. Du spürst, ob es im Ausgleich ist.

Das Konzept des Systemischen Aufstellens zeigt in vielen Fällen sehr leicht und deutlich auf, welche Grunddynamik bei deinem Problem nicht gegeben ist.

Fülle den Platzhalter

Genau diese Basis der drei Grunddynamiken ist der Ursprung für dein/deine _____________


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