Butoh

Performance im Rahmen des Serbia Butoh Camps Aug ’19

Butoh ist ein aus Japan stammendes Körpertheater, welches in den 1950er Jahren als Antwort auf das kapitalistische Establishment entstand.
Die Tanzenden wollten der Entmenschlichung und dem tiefen kollektiven Schmerz durch den kalten Krieg Ausdruck verleihen und sich ihre Lebendigkeit zurückerobern.

Was möchte Butoh?

Butoh möchte rebellieren, nicht greifbar sein und sich selbst ständig neu provozieren. Gesellschaftliche Normen werden aufgebrochen, Ästhetik neu definiert beziehungsweise ihre Dominanz in der Gesellschaft durch skurrile Bewegungsformen konsequent vernachlässigt. Butoh, was übersetzt „Tanz der Finsternis“ bedeutet, sieht es als seine Aufgabe, die Schattenseiten und Abscheulichkeiten der Gesellschaft in unverblümter Bewegungssprache zu erörtern.

Dabei ist Butoh alles andere als trist und dunkel. Durch die abstrakte Bewegungssprache bricht der Tanz die Geradlinigkeit des Verstandes auf, der Tanzende lernt mit dem Körper zu sehen. So erhalten Gedanken und Emotionen, für die der Verstand keinen Ausdruck findet, ihre Aufmerksamkeit. Ein ganzheitliches Resonanzfeld entsteht und Lebendigkeit kann wieder frei fließen.

Für Kazuo Ohno, einer der Begründer des Butoh, bedeutet es „dem Selbst keine Aufmerksamkeit mehr zu geben, um sich der ursprünglichen Erinnerung des Körpers zuzuwenden und die in ihm fest geharkte Seele zu entdecken.“

Butohbasierte gestalttherapeutische Einzelsitzung
80 Euro 60 min

Workshops
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